Daniel Bachfeld ist Chefredakteur von Deutschlands gefährlichstem DIY-Magazin, wie er und sein Team in Hannover ihre Make  getauft haben. Als Verantwortlicher eines Heftes für Hobbybastler, Programmierer und Heimwerker hat er viele kreative Ideen und Leute um sich herum und liebt seinen Job. Warum er dennoch manchmal mit seiner Kündigung droht, hat er uns erzählt.

Du kriegst zwar den Jungen aus Berlin, aber nicht Berlin aus dem Jungen: Als gebürtiger Hauptstädter ist Daniels Markenzeichen ganz klar seine Berliner Schnauze. Nach dem Studium zum Ingenieur für Nachrichtentechnik arbeitete er unter anderem für das Auswärtige Amt und hat „anderer Leute Server gehackt“, wie er es beschreibt. Natürlich nur, um die Lücken im System zu identifizieren. Gelegentlich schrieb er parallel als Autor für das Hannoveraner Computermagazin c’t. Als dort eine Stelle im Bereich Security vakant wurde, fackelte Daniel nicht lange: „Rubbeldiekatz war ich in Hannover.“ Es folgten die Redakteursstelle bei c’t Security, Ressortleitung von c’t Hacks und schließlich der Chefsessel des heutigen Make Magazins vor sieben Jahren. „Ich bin natürlich unheimlich stolz auf den Erfolg unseres Heftes und meinen Job, aber das Basteln an eigenen Projekten kommt mittlerweile viel zu kurz“, gesteht der 51-Jährige. „Manchmal sage ich, wenn ich nicht endlich mal wieder ein eigenes Bastelprojekt einbringen kann, dann kündige ich.“ Da ist sie wieder, die Berliner Schnauze! 

Zuhause tüftelt Daniel am liebsten mit seinem Sohn Benno (13). Der hat vor einem halben Jahr die Liebe zur E-Gitarre entdeckt, weshalb bei den Bachfelds gerade Lautsprecher und Verstärker hoch im Kurs liegen: „Benno möchte da natürlich viel selbst basteln, aber Röhren sind auch für mich absolutes Neuland. Da frage ich mich schon mal, was soll der Quatsch bringen?“

Während die Liebe zur Arbeit bis heute ungebrochen ist, wollte sich die Liebe zur Wahlheimat zuerst nicht einstellen. Hannover war für den gebürtigen Berliner eher Mittel zum Zweck und dennoch weiß Daniel inzwischen die Vorzüge zu schätzen: „Die Stadt ist unheimlich grün und man kann alles schnell mit dem Rad erreichen. Aber ich habe lange gebraucht, um hier anzukommen.“ Mittlerweile lebt er mit Frau und Sohn außerhalb in Arpke. Auch diese „Beziehung“ brauchte ihre Zeit: „Als wir zur Hausbesichtigung durch den Ort fuhren, sagte ich zu meiner Frau: Hier möchte ich nicht tot überm Zaun hängen.“ Das Haus habe beide dann aber so geflasht, dass der erste Eindruck schnell vergessen war. Und heute? Zurück nach Berlin möchte er nicht: „Da leben ja keine echten Berliner mehr“, so Daniel. Dann könne er sich schon eher vorstellen, in Arpke mal tot überm Zaun zu hängen …

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