Mit zehn Jahren kam Alexander Krechowezki mit seinen Eltern aus Kasachstan nach Hannover. Ein eher unsportliches Kind mit einer Tendenz zum Übergewicht. Zudem hatte er Höhenangst und erst Recht Angst vor Trampolinen. Wer Alex heute sieht, kann sich kaum vorstellen, dass es sich dabei um ein und dieselbe Person handelt. Heute ist er ein durchtrainierter junger Mann, studiert Sport und Geschichte auf Lehramt, betreibt die Trendsportart Tricking, trainiert die Cheerleader vom HCV und arbeitet nebenbei mit Herzblut im Trampolinpark Superfly

Ein sportlicher Lifestyle, der sich bei Alex mehr oder weniger durch Zufall entwickelt hat. „Während meiner Abizeit habe ich eine Sportart für mich gesucht – etwas wie Turnen, aber dafür war ich zu alt. Dann habe ich Tricking kennengelernt – eine Mischung aus Saltos, Stunts und komplizierten Sprüngen. Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich zu dieser Zeit auch häufig im Jumphouse in Hamburg zu Besuch war. Dadurch bekam ich eines Tages Werbung bei Facebook angezeigt, dass in Hannover das Superfly eröffnet werden soll. Da habe ich mich sofort beworben und wurde auf Anhieb genommen“, erzählt er.

Wobei auf Anhieb relativ ist. Immerhin musste Alex noch zweieinhalb Jahre auf seinen ersten Arbeitseinsatz warten, denn die Fertigstellung der Halle an der Vahrenwalder Straße verzögerte sich. Doch das Warten hat sich gelohnt. „Das Team hier ist einfach etwas ganz Besonderes. Beim Bewerbungsgespräch haben wir uns direkt umarmt, es ist immer gute Stimmung und geht sehr familiär zu. Das spüren auch unsere Gäste“, erklärt er. Für diese führt er vor Ort die Sicherheitseinweisungen durch, hilft beim Check-in, verwöhnt im Servicebereich, achtet auf den Trampolinflächen darauf, dass die Regeln eingehalten werden und vieles mehr.

Das Highlight an seinem Job ist für Alex allerdings der persönliche Kontakt zu den Gästen: „Klar, manchmal ist es auch anstrengend, wenn es den ganzen Tag laut und voll ist. Aber man trifft sehr viele interessante Persönlichkeiten. Neulich habe ich zum Beispiel einen Arzt kennengelernt, der seine Doktorarbeit zufälligerweise über das selbe Thema geschrieben hat, wie ich gerade in meiner Bachelorarbeit.“ Zufallsbegegnungen, die einen weiterbringen. Genau deshalb würde Alex nach seinem Studium auch gerne weiter im Superfly arbeiten. „Aber das ist als Beamter rechtlich leider nicht möglich“, erzählt er. Umso glücklicher ist er, dass ihm der sportliche Aspekt als Lehrer und Trainer beim HCV weiter erhalten bleibt. Was er dafür aus seiner Zeit im Superfly mitnimmt? „Meine Höhenangst habe ich auf jeden Fall inzwischen verloren“, lacht er – und fliegt direkt weiter zum nächsten Salto.

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