Erinnert ihr euch noch an den verheerenden Brand im denkmalgeschützten Parkhaus Osterstraße im Jahr 2017? Im E-Bike-Geschäft OrangeBikeConcept (OBC) von Dirk Fastabend explodierte ein Akku. Sein ganzer Laden glich einer Ruine. 1,5 Millionen Euro Schaden. Doch der Stehauf-Mann ließ sich davon nicht unterkriegen, baute sein Geschäft neu auf und zog im Frühjahr zurück in die frisch renovierten Räume. Dort lassen sich heute selbst Promis wie Mark Forster oder Ron-Robert Zieler blicken.      

„Klassische Fahrradhändler waren natürlich hämisch nach der Explosion – ihnen könne so etwas ja nicht passieren. Aber ich bin von der E-Mobilität nach wie vor überzeugt und fasziniert“, erzählt Dirk. Für ihn keine Frage, dass es weitergehen sollte. Denn zurück in seinen alten Job wollte er nicht. „Gelernt habe ich eigentlich in der Automotive-Branche und war dann später im Management bei einer Fluggesellschaft. Aber der Führungsstil in großen Konzernen passte nicht mit meinem persönlichen Verständnis von Führung zusammen – deshalb habe ich nach einem Plan B gesucht“, erinnert er sich. Das war zu der Zeit, als die ersten Segways auf den Markt kamen. „Total spannend, wie ich fand, und dann habe ich festgestellt: Das ist absolut meins!“

Gesagt – getan: Dirk machte seine neue Leidenschaft zum Beruf. Als Fahrradhändler im Elektro-Bereich war er damals – vor rund zehn Jahren – einer der ersten in ganz Deutschland. Heute stehen neben klassischen Elektrorädern und Pedelecs auch Elektromotorräder oder die aktuell heiß diskutierten Elektroscooter in seinem Geschäft. Ein Anziehungsmagnet für junge, hippe Hannoveraner? Nicht zwangsläufig. „ E-Bikes haben oft noch den Ruf, nur etwas für Senioren zu sein und auch die meisten Anfragen für E-Scooter kommen noch von der Generation 50 plus“, weiß Dirk. Aber das wandelt sich aktuell. „Immer mehr versuchen sich an einem E-Scooter und auch das E-Bike kommt langsam im Lifestyle-Segment an. Der Altersschnitt meiner Kunden liegt hier zwischen 30-50 Jahren.“

Da passen Promis wie Fußballer Ron-Robert Zieler und Musiker Mark Forster ja perfekt rein. Beide waren schon bei OBC. Letzterer stand Anfang des Jahres ganz plötzlich und unangekündigt bei Dirk im Geschäft. Ein Hoverboard oder Segway sollte es sein, um auf der Bühne ein bisschen Spaß zu haben. „Ich hatte ihn anfangs gar nicht erkannt, mit Cappy und Jogginghose. Zum Schluss wurde ich sogar zum Konzert eingeladen“, lacht Dirk. Eine schöne Belohnung – auch für eine stressige Saisonarbeit wie aktuell im Sommer. Apropos – was macht ein Fahrradhändler überhaupt im Winter? „Da teste ich neue Produkte, bereite die kommende Saison vor und freue ich mich auch einfach mal über Urlaub und ein bisschen Pause“, erzählt Dirk. Wir finden: Verdient!

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