Oliver Giesecke begrüßt seine Kunden per Umarmung. Mit seinen Kollegen pflegt er einen lockeren Ton. Und auch bei Marketingaktionen ist sich der Kraftfahrzeugtechnikermeister bei Vergölst nicht zu schade, auch mal sein Gesicht in die Kamera zu halten. Der Werkstattbesuch in seinem Fachbetrieb in Laatzen wurde so auch für uns alles andere als zum lästigen Pflichttermin.

Die Anfänge seiner Laufbahn waren klassisch: Mit dem Vater hin und wieder an Traktoren und Landmaschinen geschraubt folgten für den gebürtigen Hannoveraner die Ausbildung zum Kfz-Mechaniker, die Meisterschule und anschließend die Elternzeit. Seitdem hat sich einiges getan. Olivers Zwillinge sind inzwischen sieben und er selbst seit 2013 bei Vergölst – in Laatzen seit 2015. „Anfangs habe ich als Meister selber noch in der Werkstatt gestanden. Inzwischen kümmere ich mich hauptschlich um das Administrative, berate vor allem Kunden oder organisiere Spezialwerkzeug und Ersatzteile“, erzählt er.

Fehlt ihm das „Schrauben“ da gar nicht? „Nein, überhaupt nicht. Der direkte Kontakt zu den Kunden macht mir einfach zu viel Spaß. Viele kommen schon seit 20 Jahren in diese Werkstatt. Da entsteht schon ein ganz persönliches Verhältnis.“ Und genau das treibt den 36-Jährigen an: „Ein Kaffee in der Wartezeit, eine Tüte Gummibärchen, ein kleiner Plausch und eine halbe Stunde später fahren unsere Kunden mit einem guten Bauchgefühl wieder nach Hause.“

Langweilig wird es ihm mit all den unterschiedlichen Menschen nie. Dennoch darf es hin und wieder gerne ein bisschen Abwechslung sein: „Ich bin immer offen für Neues. Wenn unsere Marketingabteilung anfragt, ob ich Lust auf einen Videodreh habe, kann es schon mal sein, dass früh morgens die Werkstatt zur Filmkulisse umgebaut wird.“ Und auch ein Fotoshooting für eine Werbekampagne der Personalabteilung hat Oliver bereits hinter sich, ebenso wie einen Filmdreh mit n-tv.

Und privat? Auch da so experimentierfreudig oder geht es dann doch eher in die heimische Wietzer Garage ans eigene Auto? Nein, in der Freizeit hat Oliver seit neustem das Joggen für sich entdeckt – da bietet sich Hannovers grüner Speckgürtel schließlich zu an. „Dieses Jahr bin ich zum ersten Mal beim Hannover Marathon mitgelaufen – zumindest den Halben“, erzählt er stolz. Er kann also nicht nur heiße Reifen, sondern auch eine flotte Sohle.

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