Er war als Soldat ein halbes Jahr in Afghanistan, hat Wirtschaftsinformatik studiert und ist jetzt Barkeeper, Manager und gute Seele der bekannten Cocktailbar „Falkners“ im Herzen der List. Man könnte vermuten, der Junge weiß nicht, was er will. Dabei weiß Jeff Schmidt das ganz genau: Es muss Spaß machen!

Sein Arbeitstag beginnt, wenn andere Feierabend haben: Um 17:30 Uhr schließt er die Glastür zu der kleinen Bar an der Ferdinand-Wallbrecht-Straße auf und bereitet alles vor. Eine halbe Stunde später kommen schon die ersten Gäste, um bei ein paar Drinks von der Arbeit abzuschalten. „Wir haben Stammgäste, die jeden Tag reinschauen“, sagt Jeff. „Die brauchen inzwischen gar nicht mehr bestellen. Blicke reichen, um zu Wissen, was meine Gäste trinken wollen.“

Dennoch ist kein Tag wie der andere. „Es kommt vor, dass jemand einfach einen stressigen Tag ausklingen lassen möchte und der “Barkeeper des Vertrauens“ dafür genau der richtige Mann ist“, erklärt er. „Und beim nächstes Mal will er gar nicht reden, sondern einfach nur abschalten. Dafür braucht man ein Gespür.“ Und das hat Jeff! Er ist erst dann zufrieden, wenn sich seine Gäste wohlfühlen. Das fängt für ihn schon mit der herzlichen Begrüßung an.

Der gebürtige Mindener ist seit nunmehr vier Jahren bei den Falknersbesuchern bekannt für seine offene und freundliche Art. Viele kommen wegen der leckeren Getränke. Viele aber eben auch ein bisschen seinetwegen. „Wenn das so ist, dann freut mich das“, sagt er. „Ich liebe und lebe meinen Job, sonst würde ich ihn nicht machen.“ 

Und das, obwohl er an den Wochenenden teilweise bis 5:00 Uhr morgens hinter dem Tresen steht und dafür keine Millionen mit nach Hause nimmt. „Geld ist nicht alles. Es muss Spaß machen“, erklärt der 34-Jährige. „Während meiner Zeit bei der Bundeswehr habe ich das Leben wirklich schätzen gelernt und angefangen, mich an den kleinen Dingen zu erfreuen.“ Die Bundeswehr war es übrigens auch, die ihn damals nach Hannover gebracht hat. Zum Glück. Denn: Jeff ist aus dem Falkners und aus Hannover nicht mehr wegzudenken.

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