Sind wir ehrlich: Hannover ist weder als IT-Hotspot noch wegen seiner Clubszene bekannt. Warum sich das endlich ändern sollte? Sebastian Wolters – CEO des IT-Pionier-Unternehmens mediaTest und international gefragter Produzent und DJ – erklärt, warum für ihn nur hier die Musik spielt…

„Hannover ist bodenständig, Hannover ist loyal!“, findet Sebastian. Als Geschäftsführer von mediaTest digital hat er es zwar nicht immer leicht, IT-Absolventen davon zu überzeugen, sich gegen das hippe Berlin zu entscheiden. Wenn er es aber schafft, dann bleiben sie auch. Weil sie Hannover lieben. Genau wie Sebastian es tut. Er kommt aus Springe, hat bei Siemens in Laatzen seine Ausbildung zum Informatiker gemacht, anschließend an der Fachhochschule in Hannover Public Relations studiert und ist heute Geschäftsführer eines vielversprechenden IT-Startups. 

„Unsere Softwarelösung Appvisory hilft Unternehmen jeder Größe, ihre mobilen Endgeräte mit sensiblen Unternehmensdaten gegen Sicherheitslücken in Apps zu schützen.“ Zu Beginn bastelte er mit einzelnen Werkstudenten an einer rudimentären Bewertungsmatrix. Heute arbeiten 25 Mitarbeiter daran, die mittlerweile ausgeklügelte Scantechnologie immer besser und genauer zu programmieren. „Jedes Unternehmen legt eine eigene Sicherheitskonfiguration an, bestimmt, welche Zugriffe erlaubt sind“, erklärt Sebastian: „Unsere Software erstellt daraufhin einen unternehmenseigenen App-Katalog mit geprüften und Compliance-konformen Apps.“ Gerade seit Inkrafttreten der DSGVO ist das eine sehr gefragte Dienstleistung. „Kein Unternehmen kommt mehr um Fragen der Sicherheit herum – das ist jetzt auch endlich im Mittelstand angekommen.“

„Man sollte immer Leute einstellen, die besser sind, als man selbst, dann kann man sich auch mal guten Gewissens ausklinken!“

Sebastian Wolters

Die Herausforderung: Apps und ihre Sicherheitslücken ändern sich laufend, die Scantechnologie muss also immer aktuell gehalten werden, und das ganz ohne Lehrbuch. „Das ist nicht immer einfach, aber man arbeitet an etwas Sinnvollem – das treibt an.“ Abschalten ist für Sebastian dennoch ein Muss. Am besten bei elektronischer Musik. Als Produzent und DJ Maximono tourt er regelmäßig durch die ganze Welt, sogar in New York und Sidney ist er schon aufgetreten. Während solcher Touren halten seine Mitarbeiter die Stellung und er per App den Überblick: „Man sollte immer Leute einstellen, die besser sind, als man selbst, dann kann man sich auch mal guten Gewissens ausklinken!“, rät Sebastian verschmitzt. Hannover muss sich also nicht hinter Berlin verstecken. „Die Stadt könnte dennoch mehr tun, um für den IT-Nachwuchs und junge Menschen generell attraktiver zu werden“, wünscht sich Sebastian. „Zum Beispiel durch eine buntere Clubkultur“, sagt er und grinst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Folgt uns auf Instagram!