Was liegt eigentlich dieses Jahr modisch total im Trend? Fragt man Godje Mahn, so sind es vor allem Fahrradschläuche. Wie bitte? Ja, richtig gehört. Die Hannoverliebte fertigt dank Upcycling aus vermeintlichem Schrott schöne Unikate en vogue für Jedermann. Das haben wir uns genauer angeschaut …

Schon im Alter von 12 Jahren hat Godje angefangen ihren eigenen Kleiderschrank zu designen: „Ich musste immer die alten Klamotten meiner älteren Geschwister tragen, zum Glück hab ich von Oma das Nähen gelernt und mir aus selbst eingefärbten schwarzen Bettlaken Kleider kreiert.”

Die Berufswahl lag also auf der Hand. Nach zwei Jahrzehnten als Damenschneiderin in der Altstadt fing die heute 49-jährige dann an mit einer Freundin Totengewänder für Babys zu nähen. “Die Vorstellung hat mich zunächst sehr wehmütig gemacht”, erinnert sie sich. “Andererseits muss man sagen, dass ich auf diese Art jemandem zu einem respektvollen und würdigen Abschied von dieser Erde verhalf.”

Das Ganze ist mehr als die Summer seiner Teile

Heute verarbeitet Godje nicht mehr die aller hochwertigsten Rohstoffe, doch das Ganze ist ja bekanntlich mehr als die Summer seiner Teile. Nach jahrelanger Arbeit mit feinster Seide hatte die Kreative Lust, die filigrane Arbeit auf etwas rustikalere Materialien zu übertragen. Herausgekommen sind dabei individuelle Taschen bis zur Reisetaschengröße, Rucksäcke, Federmäppchen sowie Smartphone- und Tablet-Hüllen – haute couture.

Bisher kann man die Kreationen in Celle im Lädchen “Schmuck & Design” bei Inhaberin Petra Neumann für 19-140 Euro kaufen. „Ich suche noch Partner in Hannover, wo ich meine Stücke anbieten kann“, sagt die Designerin. „Es wäre schön für mich, nach so vielen Jahren, die ich in der Altstadt gearbeitete habe, wieder mit meinen Taschen zurückzukommen.“ Auf Instagram könnt ihr einen Eindruck ihrer Kreationen erhalten.

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