Wieso man das sonnige Barcelona verlässt und nach Hannover zieht? Erick Pocino y Llorente erklärt es uns und macht deutlich: Gegenseitiges Verständnis hat immer mit der richtigen (Veranstaltungs-)Technik zu tun!

Während unsereins sich nicht sicher ist, ob die heimische Stereoanlage richtig verkabelt ist, kann der 23-jährige Erick nur schmunzeln. Der gebürtige Spanier und Wahl-Hannoveraner ist im zweiten Ausbildungsjahr bei der acoustic-service GmbH, die komplexe Veranstaltungs- und Konferenztechnik verleiht und einrichtet. Aber fangen wir von vorne an.

Nach dem Abitur will Erick Musik studieren, doch das ist in Barcelona gar nicht so einfach. Er besucht einen Kumpel, der nach Hannover gezogen ist, um sich die Musikhochschule anzuschauen. Doch die ist nichts für ihn. Die Stadt und die deutsche Sprache hingegen schon. Außerdem lernt er in Hannover seine große Liebe kennen. Also bleibt er, jobbt als Kellner, Verkäufer und als Bühnenhelfer. „Obwohl mir der Job die Nähe zur Musik geboten hat, war ich nicht zufrieden“, erzählt Erick. Er will nicht nur die Lautsprecher aufhängen, sondern auch die Technik dahinter verstehen. Also bewirbt er sich erfolgreich bei acoustic-service in Döhren-Wülfel für die Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik. Anfangs trauert er noch etwas den Musikbühnen hinterher. Aber es dauert nicht lange, und Erick findet Gefallen daran, dafür zu sorgen, dass sich alle Teilnehmer einer Konferenz – trotz unterschiedlicher Sprachen – untereinander verstehen. „Ich war schnell fasziniert vom Zusammenspiel der einzelnen technischen Komponenten“, sagt Erick und seine Augen strahlen. „Zudem bewegt man deutlich mehr mit der richtigen Einstellung von Dolmetschertechnik, als beim Tragen von Mikro-Stativen“, weiß der spanische Muttersprachler. Er darf mit zu Tagungen großer Firmen, sieht, wie gegenseitige Verständigung manchmal von nur einer einzigen richtig gewählten technischen Verbindung abhängt. „Die Berufsschule ist ja schon spannend, aber im Unternehmen lerne ich die komplexesten Systeme kennen – das ist so aufregend!“ Und Erick fügt hinzu: „Ohne Scheiß!“, als könnte er es selbst kaum glauben. Manchmal muss er auch 1.000 Kopfhörer an einem Tag entwirren und überprüfen. Aber das ist okay. Die Leidenschaft zum Beruf und tolle Kollegen machen auch solche Aufgaben erträglich. Und wir verstehen ihn genau. Auch sprachlich­ ­– ganz ohne Dolmetschertechnik.

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