“Ho-Ho-Ho! Ich bin Claus oder Klaas, wie ihr mögt, Weihnachtsmann ist immer so sperrig.“ Alles klar! Mit diesen Worten treten wir ein in das Haus vom Nikolaus. Zu solch einem Termin hat man natürlich viele viele Vorstellungen, wie es wohl zugehen wird in der berühmten Spielzeugfabrik, doch was wir an diesem Tag alles über Klaas lernten, war auch für uns überraschend…

Es gibt wirklich viele Geschichten, Serien und Filme über den weißbärtigen Mann vom Nordpol, doch niemand weiß, was wirklich alles in den Räumlichkeiten des Weihnachtsmannes vorgeht. „Wichtig ist, dass sich die Arbeit aller meiner Elfen auf diesen einen Tag, den 24.12 konzentriert. Heiligabend ist DAS Projekt des Jahres!“ Eine besondere Herausforderung stellen dabei die kulturellen Unterschiede dar. Als der wohl erfahrenste Global Player kennt Klaas die Bedürfnisse seiner unterschiedlichen Zielgruppen ganz genau und spricht sie entsprechend an: „Während ich in Deutschland eigentlich von Mittag bis zum frühen Abend die Geschenke verteile, muss in den USA alles in der Nacht vom 24. auf den 25. geschehen, da die Kinder dort die Geschenke am Morgen auspacken. Dort gibt es auch immer Kekse und ein Glas Milch, daher auch mein leichter Winterspeck, wie ihr seht.”

Seit jeher ist es auch ein großes Rätsel, wo der Weihnachtsmann wohnt. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den Ländern. Für uns wohnt er am Nordpol, für die Schweizer im Schwarzwald und die Niederländer erzählen, dass der Sinterklaas mit seinem Gehilfen Zwarte Piet mit einem Dampfschiff aus Spanien angetuckert kommt. „Grundsätzlich wohne ich am Nordpol, die anderen Geschichten waren eine Idee des Marketings. Ich bin immer viel unterwegs, so entsteht ganz von allein der Eindruck, ich wäre überall zu Hause. Das zahlt ganz wunderbar aufs Markenimage ein“, verrät er. „Und ja, Holland… Damals war ich noch jung – ich würde nicht sagen, dass es meine Sternstunde in meiner Karriere war“, gibt Klaas zu. „Ich bin mit meinem Kumpel Zwarte Piet etwas zu spät aus dem Sommerurlaub gekommen, dann war der Schlitten kurzfristig kaputt und und und… Doch das Wichtigste: Alle Kinder haben pünktlich ihre Geschenke bekommen.“

Als uns der Weihnachtsmann weiter durch seine Fabrik führt, entdecken wir zahlreiche Büros, in den Elfen und fleißige Helfer arbeiten. „Produktionspläne, die Entwicklung innovativer Geschenke, Budgetplan, Performance Analyse – man muss den Überblick über den gesamten Workflow behalten. Doch die mit Abstand größte Abteilung ist ohne Frage die Postzentrale. Zum Glück haben wir eine Kooperation mit der Deutschen Post. Jedes Jahr erreichen uns so ca. 294.000 Briefe in unseren Zweigstellen in Himmelpfort und Himmelsthür und mein Team und ich bearbeiten jeden einzelnen Brief persönlich!“ Als wir ihn fragen, ob er seine Kommunikation nicht lieber digitalisieren will, winkt er ab: „Damit können sich die Marketing-Abteilungen großer Firmen herumschlagen. Wir haben auch ohne Social Media und Influencer eine enorme Reichweite – und ein Smartphone sollt an Weihnachten höchstens verpackt unterm Baum liegen!“

Puuh! Ein ganz schöner Aufwand der hinter jedem Weihnachtsfest steckt und das alle Jahre wieder. Doch der Weihnachtsmann machte bei unserem Besuch nicht einmal den Eindruck eines Mannes, dem die Arbeit bis zum Halse steht. Er hat selbst nach über 600 Jahren jedes Jahr Freude daran, Kindern und allen Menschen auf der Welt etwas zu schenken. Seine Worte mit denen er uns nach dem Fabrikrundgang hinausbegleitete waren: „Mach das was dir Spaß macht, denn was dir Spaß macht, machst du gut und es fühlt sich auch gar nicht mehr wie Arbeit an.“

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