Groß- und Kleinschreibung, Worttrennung und Kommasetzung: Was vielen Menschen Kopfzerbrechen bereitet, ist für Hiltraud Krause Profession. Seit der Rechtschreibreform Mitte der 90er-Jahre arbeitet sie als Lektorin in Hannover. Ein Job mit besonderen Herausforderungen.

 

„Die Konzentration zu bewahren ist besonders wichtig“, erklärt Hiltraud Krause. „Man muss sich überlisten, damit das Hirn nicht einschläft. Manchmal lese ich sogar rückwärts, um den Fokus auf die Wörter und nicht auf den Inhalt zu legen.“ Sie hat viele Jahre in einer Marketing- und Werbeagentur gearbeitet und hatte immer mit Texten zu tun. „Dabei habe ich festgestellt: Ich kann gut mit Sprache umgehen und mir fällt die Rechtschreibung leicht.“

 

Nach der Geburt ihrer Tochter machte sich Hiltraud Krause mit diesem Talent selbstständig. Heute korrigiert sie zahlreiche Kundenzeitschriften und Mitarbeitermagazine für Agenturen und Unternehmen. Sie arbeitet von ihrer Wohnung in der List aus – oft auch an Wochenenden. Ihr wichtigstes Arbeitswerkzeug: der Duden. Beim Lektorat geht es aber nicht nur um Rechtschreibung, sondern auch um Verständlichkeit und die Berücksichtigung von speziellen Unternehmens-Schreibweisen. „Deshalb lese ich jedes Medium immer dreimal, um nichts zu übersehen, und mache Pausen zwischendurch“, erzählt sie.

 

Was Hiltraud Krause an ihrem Job mag? „Es gibt ganz klare Regeln und es macht mir Spaß, mich mit der Sprache und dem Stil auseinanderzusetzen. Ich freue mich, wenn ich Texte schöner und verständlicher machen kann.“ Die Lektorin hat sich in ihrem Leben schon viel in der Welt umgesehen, ist aber immer wieder nach Hannover zurückgekehrt. „Ich lebe einfach sehr gerne hier und schätze eine Menge an der Stadt. Sie ist überschaubar, schön grün und ich bin auf kurzen Wegen mit dem Fahrrad schnell in anderen Stadtteilen und in der Natur. Wo hat man das sonst schon?“

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