„Tacker di tack“ – hart klingen die genagelten Sohlen auf dem Holzfußboden. Das ist Musik in den Ohren von Elena Martin. Die international bekannte Flamenco-Tänzerin lebt und unterrichtet seit vielen Jahren in Hannover.

 

Flamenco ist für Elena Martin-Murga Requejo, wie sie mit vollem Namen heißt, eine Art Lebensphilosophie. „Der Tanz, die Musik und auch die Fiestas, die Feiern, gehören für mich zum Alltag dazu.“ Vor allem ist der Tanz eine Möglichkeit, sich selbst auszudrücken. „Flamenco kann feurig und stolz sein, leidenschaftlich oder tragisch. Er beinhaltet alle Emotionen die es gibt“, erklärt sie und fügt hinzu: „Und es ist ein Hochleistungssport. Man braucht viel Kondition, Kraft und Ausdauer.“

Elena Martin stammt aus einer Künstlerfamilie – der Vater Flamenco-Sänger, die Mutter selbst eine berühmte Tänzerin. Beide kamen als Gastarbeiter nach Deutschland. Elena Martin ist in Hannover geboren, hatte als Vierjährige ihren ersten Bühnenauftritt und begann mit elf Jahren zu unterrichten. Getanzt hat sie schon überall auf der Welt. Seit 2004 unterrichtet sie in ihrer eigenen Schule in der Nähe des Bahnhofs.

Elena Martin hat die norddeutsche Heimat bewusst gewählt: „Mein Herz schlägt für Hannover und ich habe der Stadt auch viel zu verdanken. Beim Kleinen Fest im Großen Garten zum Beispiel war meine Gruppe von Anfang an dabei – auch in diesem Jahr.“ Mit jedem Auftritt möchte die Spanierin den Zuschauern den traditionsreichen Tanz ein wenig näher bringen. In ihrem Studio gibt sie ihren eigenen Stil weiter, bei dem sie traditionelle Formen des Tanzes mit modernen choreografischen Elementen verbindet. „Lernen kann den Flamenco jeder: Groß und Klein, Jung und Alt, Mann und Frau, das ist das Schöne daran.“

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