Johannes Kuhs lässt gerne mal die Fäuste fliegen. Klingt nach einem Typen, dem man nachts nicht alleine auf der Straße begegnen möchte? Weit gefehlt! Denn Wing Tsun ist eine Kampfkunst, die vor allem auf Selbstverteidigung ausgerichtet ist – und Johannes unterrichtet sie. Bis zu acht Stunden pro Woche steht der Wahlhannoveraner neben seinem Hauptberuf als Krankenpfleger in der Kampfkunstschule WT Dynamics und gibt das Wissen und die Techniken an seine Schüler weiter. Warum ein Krankenpfleger nach Dienstschluss nicht lieber die Füße hochlegt, erzählt er uns…

 

„Als ich vor fünf Jahren neu nach Hannover gezogen bin hat mich ein Kumpel gefragt, ob ich nicht einfach mal mitkommen möchte“, erklärt er. Johannes kam, sah und … blieb. Und er blieb lange. Bis zu zwölf Stunden pro Woche trainierte er selbst und machte dann die Ausbildung zum Assistenztrainer. Sein Hobby wurde zum Nebenberuf. Zwei Jobs? Klingt stressig! Doch Johannes winkt ab: „Was mir Spaß macht, ist keine Arbeit. Im Gegenteil – durch den Sport bin ich auch in meinem Hauptberuf ausgeglichener.“

 

Sein persönlicher Motivator ist dabei das Lehren selbst: „Das Schöne an Wing Tsun ist, dass es auch um Persönlichkeitsentwicklung geht. Der Sport vermittelt dir ein gewisses Körpergefühl und stärkt das Selbstbewusstsein.“ Und das sind die Erlebnisse, für die er sich sogar vorstellen könnte, in seinem Hauptberuf kürzer zu treten und noch mehr zu unterrichten. „Es macht einfach Spaß dabei zuzusehen, wenn ein Schüler schüchtern zum ersten Training kommt und nach einem Jahr als starke Person durch die Straßen geht. Das bestätigt dann auch meine Arbeit als Trainer.“

 

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